26.08.2026

Erfolgreiche Querung des Föhringer Rings im Microtunnelingverfahren

Im Zuge des aktuellen Ausbaus des Föhringer Rings in München musste eine bestehende Hochdruckgasleitung umverlegt werden. Für die notwendige Querung der viel befahrenen Straße kam ein grabenloses Verfahren zum Einsatz: das Microtunneling.

 

Mit diesem Verfahren konnte die erforderliche Schutzrohrtrasse unter dem Föhringer Ring hergestellt werden, ohne die Verkehrsfläche über die gesamte Querungsbreite öffnen zu müssen. Eine technisch anspruchsvolle Aufgabe, denn die Baumaßnahme erfolgte in den für München typischen Schotterböden und zusätzlich teilweise im Grundwasser.

 

Präziser Rohrvortrieb unter anspruchsvollen Bedingungen

 

Für die Querung wurden Vortriebsrohre aus Stahlbeton mit den Abmessungen DN 800 / DA 1100 eingesetzt. Die Rohre bilden nach Abschluss des Vortriebs die Schutzrohrtrasse für die neue Hochdruckgasleitung.

 

Beim Microtunneling wird die Vortriebsmaschine im Startschacht positioniert und anschließend unterirdisch in Richtung Zielgrube gesteuert. Gleichzeitig werden die Stahlbetonrohre hinter der Maschine abschnittsweise nachgeschoben. Auf diese Weise entsteht Rohr für Rohr ein durchgängiger Schutzrohrstrang.

 

Die besondere Herausforderung lag in den vorherrschenden Baugrundverhältnissen. Der sogenannte Münchner Schotter ist durch grobkörnige und teilweise wechselnde Bodenstrukturen geprägt. Durch die Lage im Grundwasser musste der Vortrieb zudem kontrolliert und dauerhaft stabil ausgeführt werden. Die präzise Steuerung der Vortriebsmaschine und die kontinuierliche Überwachung des Baufortschritts waren daher entscheidend für den erfolgreichen Verlauf der Arbeiten.

 

Technische Eckdaten – kurz zusammengefasst:

  • Baumaßnahme: Querung des Föhringer Rings in München
  • Anlass: Umverlegung einer Hochdruckgasleitung
  • Verfahren: Microtunneling / grabenloser Rohrvortrieb
  • Vortriebsrohre: Stahlbeton
  • Rohrabmessungen: DN 800 / DA 1100
  • Bodenverhältnisse: Münchner Schotter im Grundwasser
  • Funktion des Rohrstrangs: Schutzrohrtrasse für die neue Gashochdruckleitung
  • Nachfolgende Arbeiten: Einziehen und anschließendes Verdämmen der Gasleitung