Feierliche Einweihung am Bahnhof Abensberg: Weichen für Barrierefreiheit und einzigartiges Desing werden gestellt
Abensberg. Nach intensiver und präziser Bauzeit ist es geschafft: Der barrierefreie Ausbau des Bahnhofs Abensberg in Niederbayern wurde erfolgreich abgeschlossen. Am vergangenen Montag, den 29.06.2026, fand unter großer Anteilnahme aus Politik, Wirtschaft und der Bevölkerung die feierliche Einweihung statt. Neben dem traditionellen Banddurchschnitt erhielt der rundum erneuerte Bahnhof auch den kirchlichen Segen.
An der feierlichen Zeremonie nahmen zahlreiche hochrangige Ehrengäste teil, darunter der Bayerische Staatsminister für Wohnen, Bau und Verkehr, Christian Bernreiter, Abensbergs Erster Bürgermeister Dr. Bernhard Resch, sowie Esther Heckmann, Regionalbereichsleiterin Personenbahnhöfe Bayern bei der DB InfraGO AG. Sie alle zeigten sich begeistert von der gelungenen Symbiose aus moderner Infrastruktur und außergewöhnlicher Architektur.
Technische Meisterleistung in engen Zeitfenstern
Im Auftrag der DB InfraGO AG realisierte die Wadle Bauunternehmung GmbH umfangreiche Modernisierungsarbeiten. Der bisherige Zwischenbahnsteig wurde zurückgebaut und durch einen hochmodernen, 150 Meter langen und 2,75 Meter breiten Außenbahnsteig an Gleis 2 ersetzt. Mit einer Höhe von 55 Zentimetern über Schienenoberkante wird Reisenden ab sofort das stufenlose Ein- und Aussteigen ermöglicht.
Ein logistisches Highlight war die Errichtung der neuen Personenunterführung. Für deren Einbau wurden zwei tonnenschwere Beton-Großfertigteile während einer exakt getakteten Sperrpause im Juli mithilfe eines gigantischen 650-Tonnen-Autokrans eingehoben.
Bereits in der ersten Bauphase bewies das Team Wadle logistisches Geschick, als eine provisorische Bahnsteigbrücke errichtet und die Spundwände für die Baugruben der neuen Treppenanlagen und Aufzugsschächte erfolgreich eingebracht wurden.
Barrierefreiheit und architektonisches Highlight im Hundertwasser-Stil
Die neue Unterführung erfüllt zwei wesentliche Funktionen für die Stadt Abensberg:
Zum einen garantiert sie über die neuen Treppen und Aufzüge den komplett barrierefreien Zugang zu den Gleisen. Zum anderen dient sie als lang ersehnte, sichere Querungsmöglichkeit, die das angrenzende Wohngebiet auf kürzestem und schnellstem Weg direkt mit der Innenstadt verbindet.
Gestalterisch setzt der Bahnhof neue Maßstäbe: In Anlehnung an das berühmte Hundertwasser-Areal rund um den Abensberger Kuchlbauer-Turm wurde die Personenunterführung mit repräsentativen Designelementen im Stil des Künstlers Friedensreich Hundertwasser gestaltet. Damit hat der Bahnhof einen echten Wiedererkennungswert und eine starke Identität erhalten.
Höchster Respekt und Dank an das Wadle-Team
„Ein solch komplexes Bauvorhaben unter den Bedingungen des laufenden und gesperrten Bahnbetriebs erfordert höchste Konzentration, exakte Planung und absolute Zuverlässigkeit“, betont die Geschäftsführung der Wadle Bauunternehmung GmbH.
„Wir sind außerordentlich stolz auf unser gesamtes Wadle-Team – von den erfahrenen Projektleitern über die vorausschauenden Poliere bis hin zu unseren tatkräftigen Facharbeitern. Sie alle haben Tag für Tag Höchstleistungen erbracht, um dieses Projekt termingerecht, sicher und in herausragender Qualität fertigzustellen. Dieser Erfolg ist das Ergebnis ihrer großartigen Arbeit!“